Chamaemontage
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Chamaecereus silvestrii Typpflanze
Foto & Pflanze : Gerd Weiß
Chamaecereus silvestrii Typpflanze
Blüte
Rüg.Abendsonne
Foto & Pflanze : Gerd Weiß
Chamaecereus silvestrii Typpflanze
dicht gedrängte Glieder
Chamaecereus silvestrii Typpflanze
Foto & Pflanze : Gerd Weiß
Chamaecereus silvestrii Typpflanze
Pflanzengruppe
Pflanzenname : Chamaecereus silvestrii Typpflanze Br. & R. 1922
Heimat : Nordargentinien (in Höhenlagen )
Beschreibung : ( nach Angaben aus Walter Haage - Kakteen von A bis Z )" Chamaecereus = Niedriger Cereus, Zwergsäulenkaktus, stark sprossend, weich, Rippen wenige, flach, Dornen borstenartig, weich, weiß, Blüten zierlich, trichterförmig rot, Früchte klein, rund, Samen mattschwarz "
- silvestrii :
( nach Angaben aus Walter Haage - Kakteen von A bis Z )" ( Speg.) Br. & R. - benannt nach Dr. Ph. Silvestri  
klein, bis 6cm hoch, Gruppen bildend, hellgrün, Rippen 6 - 9, Areolenborsten klein, weich, weiß, Blüten ca. 4 cm lang, am Kelch kurz behaart, scharlachrot, "
bekannte Formen :Cristatbildung und gelbe chlorophyllarme Körper ( Bananenkaktus ) sind bekannt. Bei W.Haage wird weiter die -- forma crassicaulis cristata genannt.
-- forma crassicaulis cristata :( nach Angaben aus Walter Haage - Kakteen von A bis Z )" derber gegliedert, weniger leicht lösend, Nordargentinien in Gebirgslagen von Tucuman und Salta.
Pflege :
( nach Angaben aus Walter Haage - Kakteen von A bis Z )" Pflegegruppe 2 =
Wachstumszeit :halbsonnig bis vollsonnig, warm, feucht.
Ruhezeit :mindestens 8°C, trocken,
Substrat :Humusboden, pH 4,5 - 5,5, für Hydrokultur geeignet
Hinweis :fast winterhart, blüht bei sehr kühler, trockener Überwinterung reicher. Leider wird die Art besonders leicht von Spinnmilben befallen "
meine Ergänzung :Ich selber besitze nur die Typ - Form. ( Die Form crassicaulis cristata habe ich noch nie gesehen und zweifele deren Existens an ) Die Pflanze ist im Erscheinungsbild sehr variabel. Die mir bekannte Variabilität rüht aber nicht von unterschiedlichen Standorten in der Natur her, sondern ist auf die Kulturbedingungen zurückzuführen. So habe ich Vermehrungen ein und der selben Pflanze an unterschiedlichen Standorten weiter kultiviert. Das Ergebnis nach mehreren Jahren - unterschiedlicher Habitus. Pflanzen an zu dunklen und feuchten Standorten neigen zu besonderen Längenwachstum, sind weicher und heller Bedornt. Glieder brechen wie Glas ab. Diese Pflanzen blühen auch weniger und sind gegenüber der gefürchteten Spinnmilbe anfälliger. Auf Grund von überzählig angezogenen Pflanzen von Lobivia tiegeliana und arachnacantha habe ich eine 4-eck Schale von 40 x40 mit diesen Pflanzen und einigen Gliedern von Chamaecereus beflanzt. Mit kiesiger Humuserde gefüllt habe ich diese Schale ohne Regenschutz von April bis Oktober im Freien aufgestellt. Diese Pflanzen haben sich ohne mein zutun prächtig entwickelt. Die Chamaecereusstecklinge haben fast ¾ der Schale als dichtes Polster bewachsen. Der Habitus der Pflanze ist aber föllig anders geworden. Die Gruppe besteht aus vielen Kurztrieben, welche fest sind, eine dunklere und derbere Bedornung aufweisen und im Frühjahr sehr viele Knospen bilden. Den Test mit der Frosthärte habe ich nicht gemacht. Die Pflanzen werden gegen Ende Oktober eingeräumt. Die Erde braucht dann mindestens einen Monat zum trocknen. Die Chamaecereen haben auch bei dieser Nässe mit schrumpfen begonnen. Es wird also ab eiem bestimmten Zeitpunkt, ähnlich der winterharten Opuntien, kein Wasser mehr aufgenommen. Dieses deutet auf eine gewisse Kälteresistenz hin.
Hybridisierung :Chamaecereus silvestrii lässt sich gut zur Hybridisierung einsetzten. Er nimmt den Pollen von " normalen " Lobivien gut an und es entstehen die unterschiedlichsten Blütenfarben von Weiß über Gelb bis zu vielen Rottönen. Hymenlobivien, wie Lobivia jajoiana; führen erst bei hybridisierten Chamaeen zum Erfolg. Ebenfalls Schwierigkeiten bekommt man bei Kreuzungsversuchen mit Echinopsis. Darüber sollten sich einmal die Systematiker, welche uns Hobbybotanikern die Pflanzenzuordnung aufdrängen wollen, Gedanken machen. Wie kann es sein, daß ein Chamaecereus wie derzeitig gültig, zur Großgattung ECHINOPSIS eingezogen wird, wenn er sich mit ihr nicht kreuzen läßt ? Ich glaube, daß man es sich hier mit der Zuordnung etwas zu leicht gemacht hat.
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Stand : Dezenmber 2006 © RÜGENKAKTUS